
Musica
KONZERT - Panflöte trifft Appenzell - mit Nicolas Senn
Tonhalle · St. Gallen

Musica
Das Collegium Musicum Ostschweiz bringt in den Konzerten im Herbst dieses Jahres zwei besondere Werke zur Aufführung, Schuberts Messe in As-Dur und Beethovens 4. Symphonie in B-Dur, op. 60. Schubert schrieb seine Messe in As-Dur ohne Auftrag und ohne die damit verbunden Gewissheit das Werk jemals zu hören. Sie ist mithin das Werk, mit dem sich der Komponist am längsten beschäftigte. Er strebte nach „dem Höchsten in der Kunst“ und beabsichtigte aber auch mit der Vorlage des Werkes bei Hof eine Stelle zu erhalten. Dies misslang, den die Messe war nicht „in dem Styl komponiert, den der Kaiser liebt.“ Die Messe ist ein Werk von grossem Facettenreichtum und kompositorisch aufwändig ausgearbeitet: Kühne Harmonik findet sich allen Teilen des Ordinarium Missae. Auch die Fuge am Ende des Gloria „cum Santo spiritu“ bewegt sich in weit voneinander entfernten harmonischen Regionen, das Sanctus beginnt gleichermassen mit einem harmonischen Schock: Das Orchester beginnt in F-Dur, der Chor setzt kurz danach in fis-Moll ein. Wird hier das Erschauern vor dem göttlichen Mysterium gleichsam lautmalerisch dargestellt? Peter Gülke bezeichnet die Messe in As-Dur als die ‚in jedem Sinn größte und persönlichste Messkomposition‘ Schuberts. Zu Beginn des Konzertes erklingt Beethovens Symphonie Nr. 4 in B- Dur. Die Symphonie beginnt mit einer fast schon als düster zu bezeichnenden langsamen Einleitung, in der man nicht zu wissen scheint, wo denn die Reise hingeht. Der schnelle Teil des ersten Satzes bricht ungestüm hervor und es entspinnt sich eine Musik von unbeschwertem Charakter, wie man sie selten bei Beethoven vorfindet. Nun, sie entstand in der Zeit, in der Beethoven sich in einem Hochgefühl der Liebe zu Therese Brunswick befand. Robert Schumann bezeichnete die 4. Symphonie als die „romantischste“ unter den Symphonien Beethovens und bezeichnete sie als “griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen.“ (Er meint damit die dritte und die fünfte Symphonie des Komponisten.) Es musizieren: Isabel Weller, Sopran Henriette Gödde, Alt Philipp Nicklaus, Tenor Clemens Morgenthaler, Bass Chor des Collegium Musicum Ostschweiz Bodensee-Symphonieorchester Leitung: Eckart Manke.
Sala da concerto
Museumstrasse 25, 9000 St. Gallen, 9000 St. Gallen
Die Tonhalle St.Gallen ist ein architektonisches Juwel im neubarocken Stil, das als Residenz des Sinfonieorchesters St.Gallen dient und ein kultureller Brennpunkt für klassische Konzerte, Cabaret und Jazz ist. Sie kann auch für Kongresse und Bankette gemietet werden.