
Musica
Konzert mit improvisierter Musik für Flügel und Kontrabass
Mit Claudia Ulla Binder (Laufenburg Baden) und Alexander Frangenheim (Herrischried)
Freitag, 20. November, 19 Uhr
Am Freitag, 20. November 2026 um 19.00 Uhr, verwandelt sich das Rehmann-Museum in einen lebendigen Klangraum für den Moment. Im Rahmen der aktuellen Ausstellung «Mo Diener – Hologramm» treffen die Pianistin Claudia Ulla Binder und der Kontrabassist Alexander Frangenheim aufeinander, um die Funken des Augenblicks einzufangen.
Die beiden verbindet eine langjährige künstlerische Vertrautheit, die sich durch die räumliche Nähe ihrer Wohnorte am Hochrhein und im Südschwarzwald noch vertieft hat. Bei ihrem Auftritt im Rehmann-Museum verzichten sie ganz bewusst auf feste Notenstrukturen oder ein starres Konzertprogramm. Im Zentrum steht die pure Spielfreude und das gemeinsame, kreative Wagnis: Binder und Frangenheim lassen ihre Klänge unmittelbar aus der Atmosphäre des Raumes entstehen. Sie reagieren hellhörig auf die Architektur des Museums, die ausgestellten Kunstwerke und die Schwingungen im Publikum. So wird der Abend zu einem unwiederholbaren Erlebnis, das seine ganz eigene Energie direkt ins Publikum trägt.
Beide bringen jahrzehntelange, internationale Erfahrung im Grenzbereich von Jazz und Neuer Musik mit:
Claudia Ulla Binder holte sich bereits in den 1980er-Jahren in der New Yorker Szene rund um das legendäre Creative Music Studioin Woodstock entscheidende Impulse. Sie bricht die klassischen Grenzen ihres Instruments auf und ist bekannt für ihr präzises Spiel im Inneren des Flügels. Indem sie die Saiten direkt zupft, streicht oder abdämpft, entlockt sie dem Instrument ganz neue, ungehörte Klangfarben.
Alexander Frangenheim arbeitete nach seinem klassischen Studium jahrelang in London, Paris und Berlin mit führenden Köpfen der Avantgarde zusammen. Er ist nicht nur als Kurator internationaler Festivals (wie «concepts of doing») verankert, sondern bewies erst kürzlich beim renommierten Festival Ulrichsberger Kaleidophon 2026, wie packend er musikalische Spannungsbögen aus dem Stegreif entwickeln kann.
Wie produktiv die Chemie zwischen den beiden ist, zeigt auch ihr Blick nach vorn: Ein neu gegründetes, internationales Quartett mit der französischen Stimmkünstlerin Isabelle Duthoit und dem New Yorker Schlagzeuger Joe Hertenstein steht bereits in den Startlöchern. Im Rehmann-Museum gehört die Bühne jedoch ganz dem unmittelbaren, feinsinnigen Dialog zwischen Kontrabass und Flügel.