
Musique
Junge Bühne 1 mit Trio Ventus
Pianolounge Aarau · Aarau

Musique
Der deutsche Pianist Florian Heinisch spielt das Programm "Bridgets to freedom" Aus Anlass des 250. Jahrestags der Unabhängigkeit Amerikas hat Florian Heinisch ein Programm zusammengestellt, das die tief gewachsenen Verbindungen zwischen den USA und Europa betont. Das Programm soll ein Zeichen setzen, wieder mehr aufeinander zuzugehen und Brücken zu bauen - grundlegende Voraussetzung für eine freie, demokratische Gesellschaft. Neben Komponisten, die in Amerika geboren wurden und aus ganz unterschiedlichen Hintergründen kommen, sind deshalb mit Bartók und Schönberg auch solche vertreten, die dort zur Zeit des Dritten Reiches eine neue Heimat gefunden haben oder aus anderen Ländern kommend in Amerika ihren Lebensmittelpunkt haben. Das Programm soll dazu inspirieren, dem nachzuspüren, was der Unabhängigkeit Amerikas zugrunde lag: Freiheit, Toleranz und Offenheit. Programm: George Gershwin (1898-1937): 3 Preludes (1926) Arnold Schönberg (1874-1951): Fünf Klavierstücke op. 23 (1923) Aaron Copland (1900-1990): Passacaglia (1922) John Adams (*1947): China Gates (1977 Charles Ives (1874-1954): Three-Page-Sonata (1949) Scott Joplin (1868-1917): Ragtime: The Entertainer (1902) John Cage (1912-1992): Dream (1948) Béla Bartók (1881-1945): Sonate für Klavier Sz. 80 (1926)
Florian Heinisch ist in Bachs Geburtsstadt Eisenach zur Welt gekommen. Er war bereits in namhaften Konzertsälen wie der Wigmore Hall, der Tonhalle Düsseldorf, dem Konzerthaus Berlin, dem Concertgebouw Amsterdam und der Salle Cortot Paris zu Gast. Mit einem Programm, das unter anderem die berühmte „Hammerklaviersonate“ von Beethoven enthielt, gab er sein umjubeltes Debütkonzert in der Hamburger Elbphilharmonie. Neben dem „Hamburg Project“, in dem er sich Komponistinnen und Komponisten widmet, deren Leben und Wirken mit seiner Wahlheimat verbunden ist, bringt er in der kommenden Saison das Programm „Bridges to Freedom“ auf die Bühne.
Nationale Aufmerksamkeit erspielte sich der Pianist mit einem Gedenkkonzert an den „Wunderpianisten“ (Die Zeit) Karlrobert Kreiten, der 1943 vor seinem Konzert in Heidelberg von der Gestapo verhaftet und anschließend ermordet wurde. Gemeinsam mit dem irakischen Cellisten Karim Wasfi war er in der Deutschen Botschaft in Bagdad zu Gast. Heinisch spielte mit renommierten Dirigenten wie Kent Nagano und war bei zahlreichen namhaften Festivals im In- und Ausland zu Gast. Mit Vorliebe konzipiert der Pianist Konzertprogramme aus Werken des „klassischen Repertoires“ und Neuer Musik. Sein umfassendes Verständnis für zeitgenössische Kompositionen zeigt sich in seinen Konzertprogrammen, in denen sich nicht selten Namen wie Ives, Schönberg und Ligeti.