
Musik
Orgelkonzert an der grossen Mathis-Orgel mit Prof. Daniel Roth (Paris).
Eintritt frei. Kollekte zur Deckung der Unkosten.
Daniel Roth, 1942 in Mulhouse (Elsass) geboren, zählt zu den weltweit führenden französischen Orgelvirtuosen. Inspiriert von seiner Bewunderung für Albert Schweitzer begann er früh mit dem Orgelspiel. Nach ersten Studien in seiner Heimatstadt trat er 1960 in das Conservatoire National Supérieur de Paris ein, wo er bis 1970 fünf erste Preise erhielt: in Harmonielehre bei Maurice Duruflé, Fuge und Kontrapunkt bei Marcel Bitsch, Orgel bei Rolande Falcinelli sowie Klavierbegleitung bei Henriette Puig-Roget. Weitere Studien absolvierte er bei Marie-Claire Alain.
Als Preisträger internationaler Wettbewerbe – darunter der Wettbewerb der Amis de l'Orgue in Paris (1966), Aosta (1970) und der Grand Prix de Chartres (1971) in Interpretation und Improvisation – begann Roth bereits in den 1960er-Jahren eine internationale Karriere als Konzertorganist und Improvisator. Bis heute ist er weltweit als Jurymitglied bei Orgelwettbewerben und als Dozent für Meisterkurse tätig.
1963 wurde Roth Stellvertreter seiner Lehrerin Rolande Falcinelli an der Basilika Sacré-Cœur in Paris, wo er 1973 zum Titularorganisten ernannt wurde. Von 1985 bis 2023 war er Titularorganist an Saint-Sulpice in Paris, in der Nachfolge von Charles-Marie Widor, Marcel Dupré und Jean-Jacques Grunenwald; seither ist er dort Titulaire Emerité.
Von 1974 bis 1976 wirkte Daniel Roth als Artist in Residence an der Basilica of the National Shrine of the Immaculate Conception und als Professor für Orgel an der Catholic University of America in Washington, D.C. (USA). Nach Professuren in Marseille, Strasbourg und Saarbrücken lehrte er von 1995 bis 2007 als Professor für Orgel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.
Daniel Roth wurde zum «Chevalier de la Légion d’Honneur» und «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres» ernannt. 2006 erhielt er den Preis der Europäischen Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd; zudem wurde er 2015 vom New York City Chapter der American Guild of Organists als «International Performer of the Year» ausgezeichnet.
Sein kompositorisches Schaffen umfasst Werke für Orgel, geistliche Vokalmusik, Kammermusik und Orchester. Seine Diskografie, vielfach an Orgeln von Aristide Cavaillé-Coll, umfasst mehr als 70 Einspielungen, darunter sämtliche Orgelwerke von César Franck und Camille Saint-Saëns sowie Werke von Johann Sebastian Bach, Marcel Dupré, Alexandre Guilmant, Franz Liszt, Julius Reubke, Louis Vierne und Charles-Marie Widor, und als besonderen Schwerpunkt Improvisationen.
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