
Musik
FIACORDA
Museum Kleines Klingental · Basel

Musik
Mit Raphael Ilg, Susanne Mathé, Vincent Providoli und Sara Oster haben sich vier erfahrene, renommierte Kammermusiker:innen gefunden, um das eher selten gespielte Repertoire der Oboenquartte zu erkunden.
Den Auftakt macht das wohl berühmteste Werk der Gattung: das Oboenquartett F-Dur KV 370 von Wolfgang Amadeus Mozart. Er komponierte dieses spritzige Stück 1781 für den Oboenvirtuosen Friedrich Ramm. Mozart schöpft die expressiven Möglichkeiten des Instruments voll aus und überrascht im Finale mit einem humorvollen, rhythmischen Wettstreit zwischen Solo und Ensemble. Einen eleganten Kontrapunkt dazu setzt das Werk des böhmischen Komponisten Jiří Druschetzky. Als selbst aktiver Oboist und Militärmusiker schrieb er Musik voller klassischer Spielfreude, die durch melodischen Reichtum und tiefes Verständnis für die Sanglichkeit seines Instruments besticht.
Der zweite Teil des Abends widmet sich zwei britischen Meisterwerken. Ernest John Moerans „Fantasy Quartet“ entführt in die melancholische Weite der englischen Landschaft. Moeran verwebt fliessende, von der Volksmusik inspirierte Melodien mit modernen Harmonien, bei denen die Oboe fast wie eine menschliche Stimme singt. Den visionären Schlusspunkt setzt das „Phantasy Quartet“ op. 2 von Benjamin Britten. Der Brite schrieb dieses geniale Frühwerk mit gerade einmal 19 Jahren. In einem einzigen, meisterhaft strukturierten Satz erwacht die Musik aus einem geheimnisvollen Marschrhythmus, steigert sich in ein wildes Scherzo und verklingt schliesslich wieder in absoluter Stille.
Unterer Rheinweg 26, 4058 Basel, 4058 Basel