
Concerto
Abo-Konzert #1 – Trompetenklänge und Zauberflöte
Tonhalle Zürich
- Classica

Concerto
Polyptyque ist in diesem Programm mehr als der Titel eines einzelnen Werks. Der Begriff beschreibt auch die Form des Abends selbst: ein musikalisches Polyptychon aus mehreren Tafeln, die unterschiedliche Erscheinungsformen von Polyphonie, Kontrapunkt und dem Verhältnis von Solostimme und Ensemble zeigen. Am Anfang steht Johann Sebastian Bachs Drittes Brandenburgisches Konzert. Hier entsteht die Energie ganz aus dem Zusammenspiel der Streicher. Stimmen greifen ineinander, Linien kreuzen sich, rhythmische Impulse wandern durch das Ensemble und finden im Tutti wieder zusammen. Bach zeigt, wie viel Bewegung und Spannung aus reiner Vielstimmigkeit entstehen kann. Frank Martins Polyptyque führt diesen Gedanken in eine andere Sphäre. Das Werk nimmt Bezug auf die Passion Christi und entfaltet sich wie eine Folge musikalischer Bilder. Die Solovioline durchläuft dabei wechselnde Rollen und Perspektiven. Mal tritt sie hervor, mal fügt sie sich ein, mal scheint sie eine Figur zu verkörpern, mal eine innere Regung. So wird das Werk selbst zu einem Polyptychon: zu einer Abfolge einzelner Felder, die erst im Zusammenhang ihre volle Bedeutung entfalten. Mit der Uraufführung einer neuen Auftragskomposition des international gefeierten Schweizer Komponisten Richard Dubugnon kommt eine weitere Stimme hinzu. Das Werk entsteht anlässlich des 70-Jahre-Jubiläums der Camerata Zürich. In diesem Kontext steht die Uraufführung nicht isoliert im Programm, sondern als zeitgenössischer Beitrag zu einem Konzert, das sich mit Struktur, Mehrstimmigkeit und klanglicher Perspektive beschäftigt. Zum Abschluss folgt Bachs Cembalokonzert d-Moll BWV 1052 mit dem Schweizer Cembalisten Vital Julian Frey. Hier wird das Gegenüber von Soloinstrument und Tutti noch einmal klar konturiert. Das Cembalo gibt Impulse, das Ensemble antwortet, trägt, widerspricht und treibt voran.
Die Camerata Zürich ist ein 1957 von Räto Tschupp gegründetes Kammerorchester, das für innovative Programme bekannt ist. Es verbindet klassische Werke mit selten gespielten Kompositionen und zeitgenössischer Musik, darunter über hundert Uraufführungen. Das Orchester legt Wert auf eine schlanke Besetzung, einen differenzierten Klang und eine direkte Publikumsnähe durch persönliche Konzertmoderationen und eine Podcast-Reihe. Zudem engagiert es sich stark in der Musikvermittlung mit Programmen wie einem Kompositionswettbewerb für Kinder und den „Camerata & Kids“-Konzerten.

Classica
Vital Julian Frey ist ein Schweizer Cembalist, der für seine technische Souveränität und musikalische Tiefe in der klassischen Musikszene bekannt ist und sich für die Neupositionierung des Cembalos einsetzt.

Classica
Camerata Zürich ist ein führendes Kammerorchester aus Zürich, Schweiz, das 1957 gegründet wurde. Es ist bekannt für seine innovativen Programme, die klassische Meisterwerke mit selten gespielten Kompositionen und zeitgenössischer Musik verbinden, darunter über 100 Ur- und Erstaufführungen.
Claridenstrasse 7, 8002 Zürich, 8002
Die Tonhalle Zürich ist ein renommiertes Konzerthaus und die Heimat des Tonhalle-Orchesters Zürich. Sie bietet ein vielfältiges Programm, das hauptsächlich klassische Musik umfasst, aber auch Formate mit Pop, Jazz, Elektronik und Filmmusik integriert.