
Music
Mozart schrieb einige seiner faszinierendsten späten Werke für ein ungewöhnliches Instrument: die mechanische Orgel. Sie wurde nicht im heutigen Sinn von einer Person gespielt, sondern funktionierte fast wie eine musikalische Maschine – irgendwo zwischen Orgel, Uhrwerk und Theater. Entstanden ist Musik voller Dramatik, Fantasie und überraschender Modernität.
Der Konzertabend «Von Mozart zur Moderne» öffnet diese besondere Klangwelt neu. In der Besetzung für Akkordeon und Klavier begegnen sich zwei Instrumente, die beide mit Tasten verbunden sind und doch ganz unterschiedlich atmen, klingen und reagieren. Das Akkordeon bringt die Nähe zum Orgelklang, den langen Atem und schwebende Linien mit; das Klavier antwortet mit Klarheit, Farbe und Energie.
Im Zentrum steht Mozarts monumentale Fantasie f-Moll KV 608, die in der Bearbeitung von Ferruccio Busoni eine neue kammermusikalische Gestalt erhält. César Francks Prélude, Fugue et Variation knüpft an die Wärme und Tiefe der Orgeltradition an, während Robert Schumanns Sechs Studien in kanonischer Form zeigen, wie aus strengem kontrapunktischem Denken etwas ausgesprochen Poetisches entstehen kann.
Von dort führt der Abend weiter in das 20. und 21. Jahrhundert. In drei Werken von Astor Piazzolla begegnen sich Melancholie, Rhythmus und die unverwechselbare Sprache des Tango Nuevo. Den Abschluss bildet Moldavian Rock des finnischen Komponisten Petri Makkonen, ein energiegeladenes Werk, das folkloristische Anklänge mit der Virtuosität und Klangkraft von Akkordeon und Klavier verbindet.
Das Konzert richtet sich an Menschen, die klassische Musik über Klang, Atmosphäre und Geschichte entdecken möchten. Ein Abend zwischen Orgeltradition, kammermusikalischem Dialog, Tango und moderner Spielfreude.
Programm
Wolfgang Amadé Mozart / Ferruccio Busoni Fantasie f-Moll für eine Orgelwalze KV 608 Allegro – Andante – Allegro
César Franck Prélude, Fugue et Variation h-Moll op. 18
Robert Schumann Sechs Studien in kanonischer Form op. 56
Nicht zu schnell
Mit innigem Ausdruck
Andantino
Innig
Nicht zu schnell
Adagio
Astor Piazzolla Verano Porteño Milonga sin palabras Adiós Nonino
Petri Makkonen Moldavian Rock
Valentina Vargiu – Klavier Ghenadie Rotari – Akkordeon
Venue
Schloss, 9320 Arbon, 9320 Arbon
Schloss Arbon ist ein historisches Schloss, das das Historische Museum Arbon beherbergt und als vielseitiger Veranstaltungsort für Konzerte, Hochzeiten und andere Feierlichkeiten dient.