
Music
Michail Schischkin & Alexey Botvinov
Hotel Restaurant Hammer · Eigenthal

Music
Programm Ein Rezital als innere Reise. Federico Mompou - Scènes d’enfants No. 1: Cris dans la rue Frédéric Chopin - Ballade No. 1, Op. 23 Federico Mompou - Scènes d’enfants No. 2: Jeux sur la place Frédéric Chopin - Ballade No. 2, Op. 38 Federico Mompou - Scènes d’enfants No. 3: Jeux sur la place II Frédéric Chopin - Ballade No. 3, Op. 47 Federico Mompou - Scènes d’enfants No. 4: Jeux sur la place III Frédéric Chopin - Ballade No. 4, Op. 52 Federico Mompou - Scènes d’enfants No. 5: Jeunes filles au jardin Pause Maurice Ravel - Valses nobles et sentimentales, M. 61 Enrique Granados - Danzas Españolas, Op. 37 No. 1 Galante – Minueto No. 9 Mazurka No. 5 Andaluza No. 6 Rondalla aragonesa ____________________ Das Rezital hat die Form einer Erzählung: Kindheit im Spiel. Erinnerung in Bewegung. Tanz als eine Sprache ohne Worte. In der ersten Hälfte wechseln sich zwei Welten ab, die einander überraschen, nahekommen: Federico Mompous Scènes d’enfants und Frédéric Chopins vier ständiges Hin und Her zwischen Miniaturen und grossen, dramatischen Klanggeschichten. Mompous Stücke sind wie rasche Skizzen: ein Ruf von der Strasse, dann Spiele auf dem Platz – jedes der drei Jeux sur la place fängt eine andere Facette kindlicher Energie ein, mit Rhythmen, die aufspringen, sich wiederholen und plötzlich die Richtung ändern. Den Abschluss bildet Jeunes filles au jardin: Musik, die in einem langsameren Atem zu gehen scheint, als hätte sich das Treiben entfernt und es blieben Licht und stille Beobachtung. Dazwischen stehen Chopins Balladen – vier der eindringlichsten Werke der Klavierliteratur. Jede ist ein eigener Kosmos: Die erste beginnt wie eine Frage und stürzt sich in leuchtende Virtuosität. Die zweite stellt ruhige Kantabilität einem jähen Ausbruch gegenüber. Die dritte entfaltet einen freieren, erzählerischen Fluss. Die vierte, weit gespannt und fein verwoben, wirkt wie ein zu einem einzigen Bogen verdichteter Roman. Nach der Pause wendet sich das Programm dem Tanz zu – zunächst verfeinert, dann immer sonniger und erdiger. Maurice Ravels Valses nobles et sentimentales nimmt den Walzer auf und bricht ihn durch eine moderne Linse: Eleganz mit scharfen Kanten, Nostalgie mit unerwartetem Licht. Wie Momentaufnahmen aus dem Salon ziehen diese Walzer vorbei – souverän, ironisch, zart, bisweilen bewusst verunsichernd – und lösen sich schliesslich in einem Epilog auf. Den Ausklang bilden Enrique Granados‘Danzas Españolas, voller Farbe und Charakter. Ein imaginiertes Spanien: höfische Anmut in Galante; ein duftender Wirbel in der Mazurka; die berühmte Andaluza mit ihren gesanglichen, gitarrenartigen Linien; und schliesslich Rondalla Aragonesa – überschäumend und festlich, Musik, die die Luft zum Schimmern bringt. Eintritt mit Apéro und Abendessen: CHF 150 zusätzlich mit Übernachtung: CHF 210 Nur Konzert & Apéro: CHF 70 Konzert & Apéro für Jugendliche & junge Erwachsene bis 30: CHF 30