
Music
Als Grundlage für eine Komposition dient die inspirierende Begegnung mit einem Kunstwerk. Diesen Gedanken greift das neue Kooperationsprojekt zwischen dem Aargauer Kunsthaus und dem argovia philharmonic auf. Ausgehend von der Betrachtung eines ausgewählten Werkes der Sammlung wird das Publikum auf eine einstündige Zeitreise geführt, die kunsthistorische und klangliche Perspektiven verbindet und durch verschiedene Epochen der Künste führt. Das Gemälde Am Sempachersee (Lebensfreude) von Robert Zünd zeigt die Natur als einen Ort der Ruhe, des Lichts und der stillen Freude. Im Schatten mächtiger Bäume spielen Kinder am Wasser, während sich der Blick über den See bis zu den Bergen öffnet. Die Landschaft ist dabei weit mehr als eine naturgetreue Darstellung – sie vermittelt eine Atmosphäre von Harmonie und innerem Frieden. Eine ähnliche Wirkung entfaltet auch die Musik des 19. Jahrhunderts. In Rossinis Sonata a quattro Nr. 3 begegnen uns Leichtigkeit, Bewegung und eine heitere, fast pastorale Klangsprache, die an einen sonnigen Spaziergang durch eine sommerliche Landschaft erinnert. Mendelssohns Streichquartett op. 12 eröffnet dagegen eine tiefere romantische Dimension: Licht und Schatten, Ruhe und Spannung wechseln einander ab und verleihen der Natur eine emotionale Tiefe. Diese vierteilige Veranstaltungsreihe wird unterstützt durch Swisslos Fonds Kanton Aargau, die FG Pfister Kultur- und Sozialstiftung, die Hans und Lina Blattner-Stiftung und die Ruth & Edith Suter-Stiftung. Bildklänge 3: Natur als Klangraum Agata Lazarczyk, Martina Gallo (Violine) Dominik Klauser (Viola) Giulia Ajmone-Marsan (Violoncello) Mit Brigitte Haas, Kunsthistorikerin, und Janina Kriszun, Musikvermittlerin