
Music
Von 1729 bis 1740 leitete Johann Sebastian Bach das Leipziger «Collegium Musicum». Dieses Ensemble, das sich aus bürgerlichen und studentischen Liebhabern zusammensetzte, konzertierte regelmässig im «Zimmermannischen Caffee-Hauß». Ab Sommer 1733 war «ein neuer Clavicymbal, dergleichen allhier noch nicht gehöret worden» die besondere Attraktion dieser Konzerte. Und so arrangierte Bach nicht nur die im «Vivaldi-Fieber» der Weimarer Jahre verfassten Doppelkonzerte für zwei Cembali. Bei deren Aufführung im Zimmermann’schen Kaffee-Haus bestritt er auch – so wird vermutet – gemeinsam mit einem seiner beiden älteren Söhne die beiden Solopartien. Die beiden Doppelkonzerte in c-Moll (BWV 1060 und 1062) bilden den Programmschwerpunkt des Konzerts «A due cembali» im Dom zu Arlesheim. Es erklingt u.a. eine Kopie eines Cembalos von Johann Heinrich Gräbner (1705–1777). Gräbner war (wie Gottfried Silbermann) Sächsischer Hof-Orgelbauer und mit J. S. Bach dank seines Bruders Christian Heinrich verbunden, der seinerzeit bei Bach in Leipzig Unterricht erhielt. Am Cembalo wirken Aline Zylberajch, emeritierte Professorin für Cembalo am Conservatoire Strassburg, David Blunden und Markus Schwenkreis. Sie werden begleitet von den unverwechselbaren Streicherklängen des Capricornus Consort Basel unter der Leitung von Peter Barczi. Die Konzerteinführung von Berit Drechsel beginnt um 18.30 Uhr im Dom. Dauer des Konzerts (inkl. Pause) bis voraussichtlich 21.45 Uhr.